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Herzschutz durch Gehen

Bei sportlichen Aktiven werden im Rahmen von medizinischen Untersuchungen deutlich niedrigere Risikofaktoren gemessen. Vor allem sind die Blutfette und der Blutdruck im Normalbereich. Im Blutfettprofil zeigt sich als Folge von Sport ein Ansteigen der HDL-Fraktion („gutes“ Cholesterin) und eine Verringerung von LDL („schlechtes“ Cholesterin) und Triglyzeriden.
Sport verbessert auch das Glukoseprofil (Blutzuckerspiegel), vor allem bei nicht-insulin-abhängigen Diabetikern.

Rauchen und Übergewicht verträgt sich selten mit Sport. Es ist jedoch auch interessant, dass früher aktive Sportler, die später keinerlei Ausdauertraining oder sonstige regelmäßige Bewegung mehr betrieben, in dieselbe Risikogruppe zurückfielen wie jene, die niemals sportlich aktiv waren.

Sport schützt vor:

  • Herzerkrankungen
  • Dickdarmkrebs
  • Wachstum von Polypen und Karzinomen im Darmbereich
  • Entstehen von Mammakarzinomen bei Frauen (Brustkrebs)
  • Entstehen von Uterus- und Zervikalkarzinomen bei Frauen (Gebärmutter- und Muttermund-Krebs)
  • Osteoporose
  • Depressionen und Ängsten

Gerade das schnellere Gehen bis hin zum Joggen wirkt angstlösend und hat einen antidepressiven sowie entspannenden Einfluss.

Um optimale körperliche Leistung zu erbringen, muss der Stoffwechsel gut funktionieren. Es sollten die Kalorien, Nährstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Flüssigkeiten genau aufeinander abgestimmt werden. Es sind dabei folgende Grundregeln zu beachten:
 

Extreme Leistung erfordert extrem hohe Kalorienzufuhr!

Für eine 8stündige Bergetappe beim Radfahren sind 8000 bis 10.000 Kalorien nötig.


Normale Leistung braucht weniger Kalorienzufuhr!

Der durchschnittliche Österreicher nimmt jedoch in der Regel täglich um 500 Kalorien zu viel zu sich. Erst bei einem Ausdauertraining von über 2 Stunden sollte die normale tägliche Kalorienzufuhr etwas erhöht werden.


Unterschiedliche Sportarten – unterschiedliche Energiezufuhr!

Der Gewichtheber braucht ein ganz anderes Ernährungsprogramm als der Marathonläufer. Denn ersterer muss minutenschnell Höchstleistung bringen, letzterer bringt lange Zeit eine konstant gute Leistung. Bei den Kraftsportarten wird die Eiweißzufuhr erhöht. Fett stellt einen unbegrenzten Energiespeicher dar.
Bei hochintensiven Ausdauerbelastungen werden 1800 bis 2800 Kalorien innerhalb von 90 bis 120 Minuten zur Gänze verbraucht. Bei längerer Belastung kann aus dem Fettdepot Energie bezogen werden. Dies ist auch der Grund, warum aktive Sportler wenig Fettreserven haben.


Herz schonen – abnehmen – Kalorien sparen!

Hofrat Prim. Dr. Josef Friedrich Hofer:
„Mein Tipp: In der Ernährung rund 250 Kalorien täglich einsparen, dazu noch 250 Kalorien durch Sport verbrennen, zB eineinviertel Stunden schnell gehen. Und dies jeden Tag! Sie werden schlanker, fitter, gesünder und geistig entstresst.

Ausdauertraining kann auch von gesunden 80-jährigen noch wirksam betrieben werden. Gegen das Betreiben von Sport gibt es also keine echte Ausrede, außer Krankheit. Ich plädiere vor allem für schnelles Gehen: Dies ist an jedem Ort einfach durchzuführen und kann das Leben um einiges verlängern!“