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Krebsvorsorge – Nutzen Sie die Chance!
In Österreich erkranken etwa 35.000 Menschen jährlich an Krebs, wobei bei Frauen Brustkrebs und bei Männern Prostatakrebs die am häufigsten diagnostizierten bösartigen Erkrankungen sind. Früherkennung und moderne Behandlungsmethoden einerseits, Vorsorgeuntersuchungen und gestiegene Eigenverantwortung andererseits, haben in den letzten zehn Jahren zu einer Senkung der Sterblichkeitsrate von 15 Prozent geführt. Das Landes-Krankenhaus Freistadt informiert über Therapieformen sowie über Möglichkeiten für jede/n einzelne/n, aktiv Vorsorge zu betreiben.
Einen ganz wesentlichen Pfeiler in der Prävention von Krebserkrankungen stellt ein gesundheitsorientierter Lebensstil dar, wie Ass. Dr. Michael Huber vom Landes-Krankenhaus Freistadt erklärt: „So wissen wir, dass etwa Darmkrebs durch ballaststoffreiche und ausgewogene Ernährung sowie ausreichende Bewegung zum Teil verhindert werden kann. Genussgifte wie Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum sind eindeutig in Zusammenhang mit vermehrtem Auftreten bestimmter Krebserkrankungen zu sehen. Eine positive Beeinflussung der Lebensführung sollte daher genauso selbstverständlich sein wie regelmäßige „Selbstuntersuchungen“ (Abtasten der weiblichen Brust, Beobachtung von Muttermalen, etc.…).“ Bekannt ist auch, dass bestimmte Krebsarten familiär gehäuft auftreten. Deshalb sollten besonders Menschen, deren Familienangehörige in direkter Linie an Krebs erkrankten (Geschwister, Eltern, Großeltern), gezielt die Möglichkeiten der Vorsorge nutzen. Es ist zu empfehlen, im Kampf gegen den Krebs ärztliche Vorsorgemaßnahmen regelmäßig in Anspruch zu nehmen, so Dr. Huber weiter: „Hierbei ist die jährliche Gesundenuntersuchung zu nennen, wo neben Harn- und Stuhluntersuchungen auch Blutabnahmen erfolgen. Regelmäßige gynäkologische Untersuchungen inklusive Mammographie und urologische Kontrollen sollten ebenso in Anspruch genommen werden wie eine konsequente Vorsorge im Bereich des Magen- und Darmtrakts. So besteht im LKH Freistadt jederzeit die Möglichkeit, Magen- und Darmspiegelungen durchführen zu lassen.“ Wird nun die Diagnose Krebs gestellt, gibt es laut Dr. Huber mehrere Optionen der Behandlung wie chirurgische Entfernung des Tumors, Chemotherapie, Bestrahlung etc.: „Ziel ist es hierbei, einen bösartigen Tumor zu entfernen und das Wiederaufleben oder Übergreifen auf andere Organe zu verhindern. Durch moderne Therapieformen ist es heute möglich, Nebenwirkungen zu minimieren und eine optimale Lebensqualität auch während der Behandlung zu gewährleisten. Selbstverständlich werden im LKH Freistadt sämtliche Entscheidungen zur Therapie mit den PatientInnen gemeinsam gefällt. Begleitende Maßnahmen wie Ernährungsberatung und psychologische Betreuung sind weitere wesentliche Bestandteile unseres Konzepts.“ Nach Abschluss der spezifischen Therapie werden regelmäßige Kontrollen in Form von – meist ambulanten – Nachsorgeuntersuchungen empfohlen. Neben einem ausführlichen persönlichen Gespräch mit den PatientInnen werden dabei körperliche Untersuchungen, Blutabnahmen sowie Ultraschall und Röntgen durchgeführt. Die Diagnose Krebs stellt eine sehr ernste Erkrankung dar, welche eine schwere körperliche und psychische Belastung nach sich zieht. Mit den modernen Mitteln der Medizin ist es aber sehr gut möglich, Krebserkrankungen erfolgreich zu behandeln, umso mehr wenn sie im Anfangsstadium erkannt werden. „Es sollte daher in unser aller Interesse sein, das Gesundheitsbewusstsein sowie die Eigenverantwortung zu stärken“, wie Dr. Huber abschließend betont.
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