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Neues Schlaflabor am LKH Freistadt verhilft Schlaflosen zu geruhsamen Nächten

Ein Drittel unseres Lebens verschlafen wir. Eine lange Zeit. Aber nicht jeder Schlaf verläuft so, wie man sich das idealerweise vorstellt. „In den vergangenen Jahren gab es in der Schlafmedizin viele neue Erkenntnisse“, sagt Dr. Hannes Mayr. Er führt das neue Schlaflabor des Landes-Krankenhauses Freistadt. Die wissenschaftlichen Fortschritte, haben dazu geführt, dass sich die Schlafmedizin zu einer eigenständigen Disziplin entwickelt hat. Ein weiterer gewichtiger Grund für die Schaffung eines Schlaflabors in Freistadt war die regionale Versorgung.

„Schlafstörungen sind keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom“, sagt Dr. Mayr.
Prinzipiell gibt es organische und nicht organische Ursachen. Schlafstörungen können  Dauer, Qualität und Schlaf-Wach-Rhythmus betreffen, auch gibt es Funktionsstörungen bzw. abnorme Erlebnisse während des Schlafens. Der Schwerpunkt des Schlaflabors am LKH Freistadt liegt auf schlafbezogenen Atemstörungen (SBAS).

Die bekannteste Atemstörung ist das obstruktive Schlaf-Apnoe-Syndrom – ein eigenständiger Risikofaktor für Stoffwechselstörungen, Schlaganfall und Herz-Kreislauferkrankungen. „Diese Patientinnen und Patienten leiden meist an chronischer Tagesschläfrigkeit, beispielsweise Einnicken bei monotonen Tätigkeiten und Konzentrationsstörungen. Auch wecken sie ihre Bettpartner durch kurze eruptive Schnarchgeräusche, denen häufig längere Atemstillstände vorausgehen“, erklärt der Mediziner. Diese Atemstillstände werden als „Apnoe“ bezeichnet.

Die Zuweisung erfolgt über niedergelassene ÄrztInnen bzw. über die spitalseigene Schlafambulanz, inklusive Evaluierung stationär-internistischer PatientInnen. Im Schlaflabor wird eine Diagnose- oder eine Therapienacht verbracht. „Nach einem abendlichen Aufnahmegespräch werden etwa eine Stunde vor der gewöhnlichen Nachtruhe die Messinstrumente angelegt“, sagt Dr. Mayr. Die PatientInnen werden verkabelt und videoüberwacht. Aufgezeichnet werden unter anderem: Hirnströme, Augenbewegungen, Muskeltonus und Muskel-/Körperbewegungen, Atemfluss sowie Herzaktionen. Eine Nacht im Schlaflabor wird von jeder Patientin bzw. jedem Patienten hinsichtlich der Schlafqualität individuell erlebt. Da die Befunderstellung sehr zeitintensiv ist, wird für die Befundbesprechung ein späterer Termin vereinbart. „Die Erkenntnisse in der Schlafmedizin nehmen ständig zu, dazu kommt vermehrt Augenmerk auf die eigenständige Thematik der schlafbezogenen Atemstörungen als Risikofaktor innerer Erkrankungen, sodass die Zahl der Patientinnen und Patienten ansteigt.“

Die medizinischen Leistungen des LKH Freistadt und auch des Schlaflabors stehen nicht nur allen FreistädterInnen sondern auch den Menschen aus den Bezirken Perg und Urfahr-Umgebung zur Verfügung. Für viele PergerInnen ist das Freistädter Krankenhaus zu einer attraktiven Alternative geworden. Es wird vor allem wegen seiner vielfältigen Angebote und seines kompetenten und modernen Ambientes geschätzt.

Tipps für einen gesunden Schlaf

  • Gehen Sie erst dann schlafen, wenn Sie sich müde fühlen
  • Halten Sie regelmäßige Schlafzeiten ein
  • Schaffen Sie ein angenehmes Schlafklima
  • Schlafraumgestaltung durch Abdunkeln und sanfte, pastellige Farbtöne
  • Vermeiden Sie Alkohol, Kaffee und größere Mahlzeiten vor dem Schlafen
  • Machen sie regelmäßig Ausdauertraining
  • Vermeiden Sie Mittagsschlaf
  • Finden Sie Ihren individuellen Schlafbedarf 
  • Vermeiden Sie längeres Wachliegen im Bett
  • Verbannen Sie der Arbeit dienende Gerätschaften (z. B. Computer, Bügeleisen…) aus dem Schlafbereich

Kontaktnummer der Schlafambulanz:

Termine nach telefonischer Vereinbarung unter der Nummer: 050 554/76-24201