Ca 2% bis 3% der österreichischen Bevölkerung sind krankhaft übergewichtig, medizinischer Fachausdruck: morbid obesity Der Grad an Übergewichtigkeit kann gemessen, bzw. errechnet werden und wird als sogenannter Body-Mass-Index (BMI) ausgedrückt. Er wird nach der Formel BMI= Körpermasse in kg : Körpergrösse in m zum Quadrat berechnet. BMI = kg : (m)²
Von krankhaftem Übergewicht spricht man ab einem BMI von etwa 35 bis 40. Es besteht bei diesen Menschen ein ernstes Gesundheitsrisiko. Diabetes, Bluthochdruck, Herz- und Kreislauferkrankungen, Gelenksschäden und noch viele andere Krankheiten sind die unweigerliche Folge. Bei der krankhaften Fettsucht handelt es sich um eine lebenslange, multifaktorielle, anlagebedingte Erkrankung mit negativen physischen, psychischen, sozialen und ökonomischen Folgen.
Ursachen sind vielfältig: anlage- also erbbedingt, hormonell, umweltbedingt, verhaltens- und erziehungsbedingt, kulturell usw. Extreme Formen des Übergewichtes sind durch Diät, Verhaltenstherapie und durch Medikamente nur sehr schwer beeinflußbar. Seit einigen Jahren gibt es eine operative Behandlungsmöglichkeit dieser Erkrankung, die nicht mit den negativen Folgen der früheren sogenannten Bypassoperationen einhergeht. Außerdem wird diese Operation laparoskopisch, also über kleine Schnitte durchgeführt. Es wird dabei ein aufblasbares und damit in seiner Funktion verstellbares Silikonband um den Mageneingang gelegt und somit die Nahrungszufuhr des Patienten massiv beeinflußt. Unverzichtbar ist die Eigenverantwortung des Patienten, eine Ernährungsberatung und ev. auch psychologische Betreuung.
Bei entsprechender Mitarbeit ist eine Gewichtsreduktion von mindestens 20 bis 30 kg pro Jahr normal und nach etwa 4 Jahren ein Normalgewicht erreicht. Seit kurzem wird diese Operation auch im LKH Freistadt angeboten. Das ausführliche Erstgespräch wird von Prim. Dr. Reindl in der Ordination geführt und dabei alle Einzelheiten besprochen.