Die gastroösophageale Refluxkrankheit ( Sodbrennen!!) ist eine sehr häufige Erkrankung. Wenn die konservative Therapie versagt oder die betroffenen Patienten ohne konservative Therapie mit Medikamenten, sogenannten Protonenpumpenhemmern nicht auskommen muß weiter abgeklärt werden, ob eine chirurgische Therapie helfen könnte. Die chirurgische Therapie besteht in der sogenannten laparoskopischen Fundoplikatio. Es wird laparoskopisch operiert, d.h. über 5 kleine Stiche unter Videosicht ohne großen Bauchschnitt. Es wird eine Manschette aus Magenwand um die untere Speiseröhre gebildet. Nach einer Magenspiegelung wird zunächst mindestens 8 Wochen konservativ mit Medikamenten behandelt. Wenn die Beschwerden – im allgemeinen das Sodbrennen – unter dieser Behandlung nicht deutlich gebessert werden oder unmittelbar nach Absetzen der Behandlung wieder auftreten muß eine weitere Abklärung stattfinden. Es wird dann der Druck am Übergang von der Speiseröhre in den Magen gemessen, wo eine Art Schließmuskel dafür sorgt, daß kein Mageninhalt in die Speiseröhre gelangt. Ist dieser Druck von normalerweise etwa 15 mmHg auf unter 8 mmHg vermindert, so ist davon auszugehen, daß die Verschlussfunktion defekt ist. Weiters wird über eine ganz dünne Sonde eine sogenannte 24 Stunden pH-metrie durchgeführt, bei der einen ganzen Tag lang kontinuierlich der pH – Wert im Magen und in der Speiseröhre gemessen wird. Auch dabei ziehen wir wichtige Rückschlüsse über die weitere Behandlung. Bei der Refluxkrankheit ist praktisch immer eine erhöhte Säurekonzentration in der Speiseröhre festzustellen. In dieser Situation können durch Unterdrückung der Säureproduktion mit Medikamenten zwar die Symptome , nämlich der Sodbrand akut gebessert oder behoben werden, die Ursache des Problems bleibt aber bestehen. Es ist dann die chirurgische Therapie zumindest zu erwägen.
Seit einigen Monaten besteht im Krankenhaus Freistadt die Möglichkeit, diese Messungen durchzuführen. Sie werden interdisziplinär sowohl von der Chirugischen als auch von der Internen Abteilung angeboten. Terminvereinbarung entweder über die Endoskopie (050 554/76-24245) oder über die Chirurgische Ambulanz (050 554/76-23330).